Ausstellung im Rathaus Satteldorf
INNENWELTEN- AUSSENWELTEN- Neue Impressionen in Aquarell
Brigitte Herberth aus Crailsheim im Rathaus Satteldorf
vom 19. März bis 30. April 2010
Satteldorf.. Neue Aquarelle unter dem Titel "Innenwelten - Außenwelten" zeigt die Crailsheimerin Brigitte Herberth im Satteldorfer Rathaus. Die Besucher bekommen einen tiefen Einblick in das, was die Künstlerin bewegt.
Seit rund 25 Jahren beschäftigt sich Brigitte Herberth intensiv mit Malerei, die neben Familie und Beruf zu ihrem Lebensinhalt geworden ist. Außerordentlich produktiv ist diese Betätigung, wie die Besucher ihrer jüngsten Ausstellung in Satteldorf wieder erleben können, wo sie ausschließlich mit Arbeiten der vergangenen beiden Jahren aufwartet.
Von der großen künstlerischen und menschlichen Wertschätzung, derer sich Brigitte Herberth erfreut, gab bei der Eröffnung nach Musikstücken von Bernd Herberth (Keyboard) und der Begrüßung seitens Bürgermeisterstellvertreter Matthias Strasser auch "Form und Farbe"-Vorsitzender Siegfried Luffler in seiner Einführung lebhaften Ausdruck. Seit 23 Jahren gehört Brigitte Herberth der Künstlervereinigung an, hat ihren seither rasch gefundenen Stil ununterbrochen und mit großer Begeisterung verfeinert und vertieft.
Für die drei Themengruppen, denen sich Brigitte Herberth schwerpunktmäßig widmet, stellte Luffler jeweils stellvertretend ein Ausstellungsbild vor. So steht "Wintersonne in der Stadt" für das Thema Landschaft, verbindet Gegenständliches mit einer stark emotionalen Aussage. Wie stets, kommt den Farben tragende Bedeutung zu, etwa wenn der Fluchtpunkt einer Fußgängerzone im Gelb verläuft, ebenso wie die Gesichter der zahlreichen Menschen regelrecht leuchten.
"Krise Zeitungsmeldungen" repräsentiert den Schwerpunkt Bilder von Menschen, die sich laut Luffler stets in richtungsweisenden, für den Betrachter nachvollziehbaren Lebenssituationen befinden. In einem collagierten Zeitungsberg sind Katastrophenmeldungen enthalten, denen die Leserin am Bildrand mit der ihr eigenen Stärke begegnet: Eigene Werte, Lebenserfahrungen und Hoffnungen sind es, die Menschen das Leben bewältigen lassen.
Die abstrakten Bilder schließlich entstehen aus Brigitte Herberths reiner Lust am Malen. Außerordentlich offen ist hier der Prozess, voll loslassender Freude und zunächst weitgehend frei von Gedanken. Dennoch entstehen hier so vielsagende Arbeiten wie "Reizüberflutung", die wie stets von ausgeprägter Bildkomposition und bewusster Farbgebung künden.
Überhaupt die Farbe: Sie im Zusammenspiel mit den Sujets und der Bildkomposition zu studieren, ist eine der Hauptaufgaben des Rundgangs, der sich über zwei Etagen und den Rathaussaal erstreckt. Rot ist erklärtermaßen die Farbe der Stärke, sicherlich innerlich ebenso zu verstehen wie seitens äußerlicher Einflüsse. Um aus der Fülle noch zwei weitere Arbeiten hervorzuheben, ist als sehr eindrücklich "Einschnitt" zu nennen. Ein schwarzer Wirbel lässt Turbulentes erahnen, ein kühles, intensives Blau wirkt wie der Versuch, Ordnung zu schaffen. Im Strudel der Kontraste weist ein regelrecht strahlendes Weiß in die Höhe und lässt einen Aufbruch erahnen.
Bei den Darstellungen von Menschen fällt "Schmerz" besonders auf: Eine Frau ist hingekauert, und zu ihren Füßen dominiert ein bewegtes Geschehen mit viel Schwarz und Rot. Die Höhe aber, der sie sich entgegenreckt, ist hell und offen.
Info
Die Ausstellung im Satteldorfer Rathaus läuft bis 30. April. Sie ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr, mittwochs außerdem von 14 bis 17 Uhr sowie sonntags und am Ostermontag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.